Biografie:Christian Petzold (* 14. September 1960 in Hilden) ist ein deutscher Filmemacher, der vor allem für seine Filme „Barbara“, „Jerichow“ und „Phoenix“ bekannt ist. Er zählt zur Berliner Schule und wurde mit zahlreichen Preisen und Auszeichnungen geehrt. Petzold schreibt seine Drehbücher selbst und arbeitet dabei häufig mit Harun Farocki zusammen. Farocki, Petzolds ehemaliger Dozent an der dffb, übte großen Einfluss auf ihn aus. Petzold wird zusammen mit Angela Schanelec und Thomas Arslan allgemein der Berliner Schule zugerechnet. Während die Berliner Schule oft mit einer Hinwendung zum Realismus und zum politischen Kino assoziiert wird, thematisieren Petzolds Filme neben Fragen der Arbeit und Beschäftigung auch die Konflikte zwischen Leben und Tod. Sein erster Film war „Pilots“ (1995), den er im Rahmen seines Filmhochschulabschlusses 1995 drehte. „The State I Am In“ (2000) war sein erster Spielfilm und zugleich seine erste Zusammenarbeit mit Harun Farocki. Im Jahr 2005 wurde sein Film „Gespenster“ auf der Berlinale präsentiert, ebenso wie sein Film „Yella“ aus dem Jahr 2007. Petzolds Film „Barbara“ (2012) lief im Wettbewerb der 62. Internationalen Filmfestspiele Berlin, und Petzold gewann den Silbernen Bären für die Beste Regie. Der Film wurde als deutscher Beitrag für den Oscar in der Kategorie „Bester fremdsprachiger Film“ bei der 85. Oscarverleihung eingereicht, schaffte es aber nicht auf die Shortlist. Für den Film „Afire“ (2023) erhielt Christian Petzold 2023 den Silbernen Bären, den Großen Preis der Jury, auf der 73. Internationalen Filmfestspiele Berlin.